Um die betriebswirtschaftliche Kompetenz in Europa ist es äußerst schlecht bestellt. Aktuelle Studien zeigen, dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung in der Lage ist, Unternehmensziele wie „Rentabilität, Liquidität und Produktivität“ richtig zuzuordnen.
„Wer jedoch schon diese Basisgriffe nicht versteht, wird nicht nur Probleme haben, den Wirtschaftsberichten in den Medien zu folgen, sondern wird auch in der Wirtschaft selbst im Abseits stehen bleiben!“ sagt Univ.-Prof. Ortner, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Wirtschaftskompetenz für Europa.
„Dies gilt heute im globalen Wettbewerb mit den chinesischen Drachen und indischen Tigern umso mehr“, pflichtet Allan Barrell, Professor an Universitäten in Cambridge und Shanghai bei und belegte dies auf dem Wiener Kongress „Wirtschaftskompetenz für Europa“ eindrucksvoll. Es ist längst nicht nur mehr der Lohnvorteil alleine, der diese Staaten zu absoluten Wirtschaftsmächten macht. Sie verfügen auch über ein enormes Potenzial an lernfähigen Leuten: Indien hat mehr Uni-Absolventen als Europa insgesamt. Mehr als 700.000 Chinesen studieren im Ausland.
„Wirtschaftskompetenz ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen, um den neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt begegnen zu können“, ist Karl Fakler überzeugt. Als stv. Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich weiß er, welche Qualifikationen am Arbeitsmarkt gefragt sind und was die Erwartungen der Wirtschaft an ihre MitarbeiterInnen und GesprächspartnerInnen sind. Deshalb absolvieren auch die AMS-MitarbeiterInnen selbst eine betriebswirtschaftliche Ausbildung mit dem EBC*L-Zertifikat (Europäischer Wirtschaftsführerschein) als international anerkanntem Abschluss.
Denselben Weg geht der international erfolgreich agierende Versicherungskonzern Uniqa. Auch hier müssen alle im Verkauf tätigen Führungskräfte die EBC*L Prüfung absolvieren. Mittlerweile gibt es bei der Uniqa bereits 180 zertifizierte MitarbeiterInnen. „Alle Absolventen sind mit dieser Bildungsmaßnahme hoch zufrieden. Viele haben auch Lust auf mehr bekommen und wollen weitere EBC*L Stufen erklimmen. Anfang nächsten Jahres werden wir unseren Mitarbeitern das auch ermöglichen können“, berichtete Astrid Napetschnig von Uniqa Human Resources auf dem Kongress.
Während Österreich in der Erwachsenenbildung bei der Anzahl der EBC*L AbsolventInnen führt, wird voraussichtlich Osteuropa – und hier insbesondere Ungarn – im Schulbereich eine Vorreiterrolle einnehmen. In Budapest setzt das Bildungsministerium auf das internationale EBC*L Zertifikat und macht es zum integralen Bestandteil der kaufmännischen Berufsbildung, wie Frau Ildiko Görgeny mitteilte. Grenzüberschreitende Pläne dazu hat Herr Kibedi-Varga, Vorsitzender des Netzwerks der überregionalen Bildung im karpathischen Becken. Für ihn stellt das Thema Wirtschaftskompetenz für die gesamte karpathische Region – von der Slowakei bis Serbien – ein zentrales Thema dar. Mit Hilfe europäischer Fördermittel soll auch hier die EBC*L Ausbildung möglichst vielen zugänglich gemacht werden.
Die Verantwortlichen des Kongresses, bei dem 50 BildungsexpertInnen aus 14 Ländern vertreten waren, zeigten sich hoch zufrieden. „Mit dieser Veranstaltung konnte Wien als Europazentrale des internationalen Betriebswirtschafts-Zertifikats – European Business Competence* Licence, seine entscheidende Rolle als Zentrum für Wirtschaftskompetenz weiter untermauern.“ Über die Grußworte von Bürgermeister Dr. Häupl, WK-Präsident Dr. Leitl, Wirtschaftsminister Dr. Bartenstein und der EU-Kommissarin Dr. Ferrero-Waldner zum Kongress freute sich der CEO der Europazentrale, Victor Mihalic, und hofft nun auf weitere Unterstützung. Immerhin bietet sich für Österreich als Wirtschafts- und Bildungsstandort eine einmalige Chance: „Den EU-Ratsvorsitz haben wir nur mehr einen Monat, die Europazentrale des EBC*L bleibt jedoch auf Dauer in Wien“, gibt sich Mihalic zukunftsfroh.
Kurzinfo zum EBC*L, European Business Competence* Licence
Das internationale Zertifikat European Business Competence* Licence, EBC*L hat sich innerhalb nur weniger Jahre zu einem anerkannten Standard der betriebswirtschaftlichen Bildung entwickelt.
Es bietet die Möglichkeit, sich in kurzer Zeit genau jenes betriebswirtschaftliche Kernwissen anzueignen und nachzuweisen, das im Wirtschaftsleben von renommierten Unternehmen wie VW, Siemens, Baxter, T-Mobile gefragt ist. Diese Kenntnisse werden mit dem EBC*L Zertifikat nachgewiesen, das jene TeilnehmerInnen bekommen, die diese international standardisierte Prüfung erfolgreich absolviert haben. Das bietet – auch im internationalen Kontext - bessere Jobchancen und eine solide Basis für den beruflichen Aufstieg.
Der EBC*L ist aktuell in 13 Ländern in Europa (und ab Mai auch in Kenia) vertreten. Bis Ende 2007 wird er in ganz Europa etabliert sein.
Kuratorium Wirtschaftskompetenz für Europa e.V.
Rathenaustraße 16
D-33102 Paderborn
Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner
Vorstandsvorsitzender
www.wirtschaftskompetenz.org
International Centre of EBC*L
Aichholzgasse 4
A-1120 Wien
MMag. Victor Mihalic, CEO
www.ebcl.eu
Ihr Ansprechpartner inhaltlich: MMag. Victor Mihalic
CEO EBC*L International
0043-676-789 75 13
mihalic@ebcl.eu
Ihre Ansprechpartnerin organisatorisch: Mag. (FH) Elisabeth Punzhuber
0043-1-813 99 77 55
punzhuber@ebcl.eu
|